Der Mensch ist das Maß aller Dinge, nicht die Gemeinschaft, das Volk, nicht die Partei, nicht der Staat, nicht die Nation, nicht die Erde, nicht das Universum...
Leopold Kohr Library
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Neue Ringvorlesung

Jeweils Dienstag, 18.15 - 20.00
(Vortrag und Diskussion)
Universität Salzburg, Haus für Gesellschaftswissenschaften, Rudolfskai 42, 5020 Salzburg, HS 381
Der Größenwahn ist am Zerbröseln. Um seine Krümeln wegzuräumen braucht es trotzdem kühne Gestaltungsmenschen. Einer der wichtigsten Vordenker einer Gesellschaft, die sich wieder dem "Menschlichen Maß" nähert, war Leopold Kohr. Drei spannende Vorlesungen bringen Ihnen Kohr selbst und Projekte nahe, die seine Lehre in Taten umsetzen. GasthörerInnen willkommen!




Leopold Kohr – Leben und Werk
Ringvorlesung der Leopold-Kohr-Akademie und des
Fachbereichs Geschichte der Universität Salzburg

Zeit: Dienstag, 18.15 bis 20.00 (Vortrag und Diskussion)
Ort: Universität Salzburg, Haus für Gesellschaftswissenschaften, Rudolfskai 42,
5020 Salzburg, HS 381

12.1.2010
Leopold Kohr und Puerto Rico
Dr. Elisabeth Schreiner (Salzburg)
Fachbereich für Romanistik der Universität Salzburg
Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Leopold Kohr-Akademie

19.1.2010
Leopold Kohrs Vermächtnis für eine nachhaltige Dorf- und Landentwicklung
O. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Magel (München)
Technische Universität München
Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum
Träger des Salzburger Ehrenzeichens in Silber

Univ.-Prof. Dr. Magel, ein Altbayer und seit 40 Jahren glücklich mit einer Steirerin verheiratet, hat sich sein halbes Leben mit der Idee und Bewegung der Dorferneuerung und Landentwicklung in Bayern, Deutsch-land, Österreich und sogar auch in China auseinandergesetzt – zuerst praktisch als gestaltender Ingenieur, dann politisch-administrativ im Bayerischen Staatsministerium und nun wissenschaftlich und als internatio-nal tätiger Berater an Universitäten im In- und Ausland.
Eine besondere Beziehung bestand von Anfang an zu der Salzburger Dorferneuerung sowie zu Prof. Alfred Winter und zum rührigen TAURISKA-Team Susanna Vötter-Dankl und Christian Vötter. Unvergessen blei-ben die erfolgreichen gemeinsamen Tagungen im Neukirchener Kammerlanderstall, insbesondere die großartige Veranstaltung „Was braucht das Dorf der Zukunft? Philosophie oder Geld – oder beides?“ im Jahr 1988. Umjubelter Stargast war damals Leopold Kohr. Auf seine unnachahmliche Weise gab er den Teilnehmern aus Österreich und Bayern Wesentliches von bleibender Gültigkeit mit auf den weiteren Le-bens- und Berufsweg.

26.1.2010
Kleinstaat als Rettung?!
Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas (Bremen)
Sozialwissenschaftler und Friedensforscher

Nach dem Studium der Politik- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Geschichte von 1960 bis 1967 wurde Senghaas 1967 in Frankfurt zum Dr. phil. promoviert. Die Dissertation Kritik der Abschreckung beschäftigt sich mit dem Fachgebiet, das seitdem seine wissenschaftliche Tätigkeit prägt: Die Internationa-len Beziehungen und hier insbesondere die Friedensforschung, Entwicklungsländerforschung und Konfliktforschung. An das Studium schloss sich bis 1968 eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Frankfurt an, es folgte bis 1970 ein Forschungsaufenthalt in den USA, unter anderem bei Karl W. Deutsch an der Harvard University. Seit 1970 ist Senghaas Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Berghof Stiftung für Konfliktforschung.
Von 1972 bis 1978 war Senghaas Forschungsgruppenleiter an der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung und von 1972 bis 1978 Professor an der Universität Frankfurt.
Seit 1978 ist er Professor an der Universität Bremen und dort am Institut für interkulturelle und internationale Studien tätig. 1987 war er Preisträger des International Peace Research Award. 1986/87 und 1992/94 besaß Dieter Senghaas an der Stiftung Wissenschaft und Politik eine Forschungsprofessur. Im Jahre 1999 wurde Senghaas mit dem Göttinger Friedenspreis der Dr. Roland Röhl-Stiftung ausgezeichnet. Im Dezem-ber 2000 wurde ihm der akademische Grad Dr. rer.soc.h.c. der Universität Tübingen verliehen. 2006 erhielt er den Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon, Bremen.

Gasthörer willkommen!

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Was Kohr dachte und wie er sich ein besseres Zusammenleben vorstellte, erliest man sich in fünf schlanken Büchern aus dem Otto Müller Verlag.

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