Im „Akademischen Wirtshaus“ setzt sich Leopold Kohr
gewohnt scharfsinnig und unterhaltsam mit den Strukturen und
Aufgaben der Universität auseinander.
In Zeiten überfüllter Hörsäle ein brandaktuelles Thema.
Ein „akademisches Wirtshaus“ ist nach seinem Erfinder Leopold Kohr ein herrschaftsfreier Raum, in dem gleichberechtigte Bürger außerhalb der engen Mauern der Massenuniversitäten Diskussionen auf akademischem Niveau führen. Das gleichnamige Buch, The Academic Inn, erschien 1993 als Sammlung von Texten, die Kohr in den Jahrzehnten zuvor publiziert hatte. Er widmet sich in diesem Buch den zentralen Aufgaben der Universitäten, geht auf deren ideale Größe und Verwaltung ein, hinterfragt die Ideen der akademischen Freiheit, universitärer Demokratie, den Stellenwert der Forschung an den Universitäten und vieles mehr. Kohr will Missstände im universitäten Bildungssystem enttarnen; Machtspiele und Missmanagement, Scheindemokratie und pompöse Inszenierungen.
So enttarnt er kühn vorgetragenen Unsinn ebenso wie er praktische Tipps gibt, etwa „wie man eine gute Note erhält“ oder „wie man mit einer schlechten Note umgeht“. Das Ganze geschieht in einem für Leopold Kohr typischen Stil: lebendig, anregend, verschmitzt und
erleuchtend.
Leopold Kohr
Das akademische Wirtshaus
übersetzt von Andreas Wirthensohn
ca. 220 Seiten
ca. € 20,–
ISBN: 978-3-7013-1173-6
Erhältlich ab März 2010
Herausgeber:
Ewald Hiebl
Dr. phil., geb. 1968, studierte Geschichte und
Germanistik an der Universität in Salzburg.
Historiker an der Universität in Salzburg. Bearbeitet
seit 1998 den Nachlass von Leopold Kohr.
Günther Witzany
Dr. phil., geb. 1953,
studierte Philosophie, Politikwissenschaft
und Moraltheologie in Salzburg und
München. Gründete 1985 die 1. Philosophische
Praxis in Österreich.
Leopold Kohr
Univ. Prof., DDr., geb. am 5. 10. 1909 in
Oberndorf/Salzburg, studierte in Wien,
Innsbruck, London und Paris Rechts- und
Staatswissenschaften. 1938 emigrierte er nach
Amerika. Er lehrte ab 1943 u.a. an den
Universitäten in New Jersey, Puerto Rico und
Aberystwyth (Wales). 1973 übersiedelte er nach
Großbritannien. 1983 erhielt er den „Right
Livelihood Award“ (Alternativer Nobelpreis). Er
starb am 26. Februar 1994.







