Ausstellung · Konzerte · Kabarett · Wirtschaftskontakte
Die Freie Hansestadt Bremen ist die älteste Stadtrepublik Europas. Als kleinstes Bundesland in Deutschland muss der Zwei-Städte-Staat (Bremen und Bremerhaven) ständig um seine Selbstständigkeit kämpfen.
In der politischen Debatte darum werden zwar fast ausschließlich haushalts- und finanztechnische Argumente ausgetauscht. Durchaus sinnvoll ist es aber, sich auch philosophisch mit der Frage nach der „richtigen Größe“ eines Gemeinwesens
auseinanderzusetzen. Oder auch eines Unternehmens, wie die Bankenkrise gezeigt hat und noch zeigt. Deshalb hat es gerade in Bremen einen besonderen Charme, sich mit dem Denken von Leopold Kohr zu beschäftigen. Der philosophische Vater des „small is beautiful“ und Autor der „Lehre vom rechten Maß“ ist nämlich immer ein engagierter Verfechter der kleinen politischen und wirtschaftlichen Einheiten gewesen, wofür er 1983 auch den „Alternativen Nobelpreis“ erhielt.
Der aus Salzburg stammende Kohr ist 1994 gestorben, seine Thesen sind jedoch aktueller denn je. Im vergangenen Jahr 2009 wäre er 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gab es eine Ausstellung im Salzburg-Museum, die nun nach Bremen kommt und anschließend in Moskau gezeigt wird. Verbunden damit sind die „Salzburg-Tage“ mit Konzerten und Kabarett, Vorträgen und Diskussionen.
Schirmherrschaft:
Jens Böhrnsen, Präsident des Senats, Bremen und
Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter, Salzburg
Salzburg-Tage in Bremen
„Wir kommen aus Staub, wir enden im Staub. Und zwischendurch haben wir eine Menge Auslagen und Kosten.
Für den Rationalisten ergibt das überhaupt keinen Sinn. Nur ein Romantiker sieht etwas in dem Regenbogen, der den Anfang mit dem Ende verbindet.“
(Leopold Kohr an einen Kritiker, der ihm vorgeworfen hatte, seine Thesen entbehrten der Rationalität.)
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