Der Mensch ist das MaŖ aller Dinge, nicht die Gemeinschaft, das Volk, nicht die Partei, nicht der Staat, nicht die Nation, nicht die Erde, nicht das Universum...
University of Salzburg - a good place for audacious intellectuals
5. Oktober 1909
Geburt in Oberndorf bei Salzburg.

1916 - 1920
Besuch der Volksschule Oberndorf

ab 1920
Sch√ľler des Humanistischen Bundesgymnasiums in Salzburg.

1928
Reifepr√ľfung

1928 - 1933
Studium der Rechtswissenschaften - Universität Innsbruck

1933
Promotion zum Dr. jur. in Innsbruck

1933 - 1937
Gerichtsjahr in Salzburg u. Wien. Studium der Staatswissenschaften an der Uni. Wien. Zweite Promotion zum Dr. rer. pol.

5. Mai 1937
Kohr betritt erstmals den Boden Spaniens. Er arbeitet w√§hrend des B√ľrgerkrieges gegen die Faschisten als Berichterstatter f√ľrZeitungen in √Ėsterreich und der Schweiz sowie f√ľr die Pariser Nachrichtenagentur "Agence Viator".

Herbst 1938
Kohr schifft sich in Le Havre ein. Am 31. Oktober geht er in New York an Land.

ab 1939
Kohr reist in den Nordwesten Kanadas und verdingt sich am Rande der Arktis in einem Goldbergwerk. Durch die harten Arbeitsbedingungen erleidet er einen Hörsturz. Seine Taubheit wird immer schlimmer. Im warmen Kalifornien erhofft er sich Linderung.

26. Sept. 1941
Kohrs erster Artikel √ľber die dringend notwendige Zerschlagung der Gro√üm√§chte erscheint im linkskatholischen New Yorker Magazin "The Commonweal" und tr√§gt den Titel "Disunion Now".

1943 - 1955
Kohr unterrichtet an der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey die Fächer Nationalökonomie und Politische Philosophie.

1955 -1973
Kohr lehrt in San Juan an der Staatsuniversit√§t von Puerto Rico. In Puerto Rico begr√ľndet er sein Konzept der Dorferneuerung und Verkehrsberuhigung.

ab 1958
Kohrs erste Reisen nach Wales, nachdem der walisische Pazifist und Nationalistenchef Gwynfor Evans mit ihm Kontakt aufgenommen hat. Kohr unterst√ľtzt die kleine keltische Nation gegen Englands Zentralregierung in London.

1967
In diesem Jahr hilft Kohr auf der winzigen Karibikinsel Anguilla mit, einen unabh√§ngigen Staat zu gr√ľnden.

1973
Schumacher vollendet sein Buch "Small is beautiful" in Puerto Rico, und zwar im Haus von Leopold Kohr, der inzwischen sein Freund geworden ist. Kurz danach erscheint es im Londoner Verlag Blond & Briggs und entwickelt sich rasch zu einem Bestseller. Kohr wird in Puerto Rico pensioniert. Der 63j√§hrige √ľbersiedelte nun in die Universit√§tsstadt Aberystwyth nach Wales und unterrichtet dort.

1979
Obwohl Kohr seit Jahrzehnten in der alten Heimat Salzburg seine Sommerferien verbracht hat, wurde in √Ėsterreich nie jemand auf ihn aufmerksam. Erst 1980 wurde er w√§hrend der gro√üen Keltenausstellung in Hallein vom Salzburger Kulturmanager Alfred Winter wiederentdeckt.

1983
In Stockholm erhält Kohr den Alternativen Nobelpreis.

1986
Werden in Neukirchen am Gro√üvenediger die Leopold-Kohr-Akademie im daf√ľr adaptierten nunmehrigen Kulturzentrum "Kammerlanderstall" und der Kulturverein "Tauriska" gegr√ľndet, um seine Theorien der regionalen Eigenst√§ndigkeit in der alten Heimat Salzburg in die Praxis umzusetzen.

1986 - 1994
Kohr f√ľhlt sich in seiner neuen Heimat Gloucester nicht sehr wohl. Die Anonymit√§t der Industriestadt und das Leben in Vororten st√∂ren ihn sehr.

Sommer 1993
Kohr trifft Vorbereitungen f√ľr eine √úbersiedlung in die Salzburger Heimat Oberndorf, wo er im "Salzachhof" eine Dachwohnung beziehen will. Wenige Wochen vor Kohrs Tod zerst√∂ren Einbrecher in Gloucester sein Archiv.

26. Februar 1994
Leopold Kohr stirbt im Alter von 84 Jahren, kurz nachdem ihm bei einer Operation ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde.

15. März 1994
Beisetzung von Kohrs Urne durch den Alterzbischof von Salzburg, Dr. Karl Berg, auf dem Friedhof in Oberndorf. Leopold Kohr kehrte heim...!

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Quelle:
Biographie > des Philosophen und √Ėkonomen Leopold Kohr von Gerald Lehner

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Abhängigkeit besteht nicht darin, dass man Holz braucht, sondern dass man Holz verkaufen muss, um leben zu können. Die Idee der wirtschaftlichen Selbständigkeit bedeutet, die Abhängigkeit einzuschränken auf Dinge, die man nicht unbedingt braucht. (Leopold Kohr)
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