Der Mensch ist das Maß aller Dinge, nicht die Gemeinschaft, das Volk, nicht die Partei, nicht der Staat, nicht die Nation, nicht die Erde, nicht das Universum...
University of Salzburg - a good place for audacious intellectuals
Leopold Kohr Forschungszentrum

Leopold Kohr hat viele Spuren hinterlassen. Einfluss genommen, das Denken und Wirken von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in vielen Ländern geprägt.

Was an strukturierter und fragmentierter Information bereits vorliegt ist von so großer Bedeutung für die künftige Gestaltung menschlichen Zusammenlebens, dass alles gefunden und zugeordnet werden muss was Fehlendes ergänzt, Leopold Kohrs Lebenswerk so vollständig als möglich abbildet und seine Lehre vom Primat des Individuums gegenüber der Massengesellschaft vermittelbarer macht. Eine Aufgabe die nicht leicht ist, sehr stolz macht und mit großer Freude getan wird.

Ziele der Leopold Kohr-Akademie, Forschungszentrum:

Wissenschaftliche Auf- und Bearbeitung des Nachlasses Erstellung einer Datenbank, die per Internat abrufbar ist Herausgabe aller vergriffenen Kohr-Bücher sowie die erstmalige Edition bisher unveröffentlicher Werke Digitalisierung zentraler Bestände des Leopold Kohr-Archivs Vorbereitung und Durchführung eines Leopold Kohr-Preises Der Leopold Kohr-Preis wird für soziale, kulturelle und ökonomische Projekte verliehen, die der Philosophie Leopold Kohrs entsprechen. Es können sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch praxisnahe Projekte eingereicht werden. Folgende drei Kernaussagen Leopold Kohrs sollen in den Projekten eine Entsprechung gefunden haben:

1. Das menschliche Maß: persönlich – nachhaltig
2. Entwicklung ohne Hilfe: Eigenständigkeit – Selbstachtung – Selbstversorgung
3. Durch Entschleunigung zum Erfolg:
humorvoll – autonom und gemeinsam – vielfältig


Ausrichtung von regionalen wie internationalen Symposien und Veranstaltungen mit Vernetzung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft.

Entwicklung, Belebung und Begleitung von Regionalkultur und Projekten auf der Basis Kohrschen Gedankensguts. Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Korschen Werk in der universitären Forschung und Lehre. Vergabe und Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten (Diplomarbeiten, Dissertationen) in Zusammenarbeit mit Instituten der Universität Salzburg.

Die Erforschung einer „Theorie kleinräumiger Wirtschaftskreisläufe“ im Werk Leopold Kohrs als spezifischer Beitrag zur Wirtschaftstheorie und als Perspektive einer möglichen Wirtschaftspolitik in Kooperation mit Vertretungsinstitutionen der Wirtschaft (Klein- und Mittelbetriebe) und anderen Institutionen (Tourismus)

Die nächsten zehn Jahre:

Günther Witzany hat ein Umsetzungskonzept ("Der ganze Kohr") für die nächsten 10 Jahre erarbeitet: Ringvorlesungen, Seminare,Workshops Transdisziplinäre Weiterentwicklung der Gesellschaftsphilosophie von Leopold Kohr in der von Kohr entwickelten Gesellschaftsphilosophie vom „menschlichen Maß“ finden sich grundlegende Konzepte zur Kunsttheorie, Friedensforschung, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Sozial- und Handlungsethik, Sozialpsychologie, Medientheorie, Stadt-, Raum- und Verkehrsplanung, Wirtschaftswissenschaft, Technik-Folgen-Forschung) und zur Soziologie.

Eine transdisziplinäre Weiterentwicklung der Gesellschaftsphilosophie Leopold Kohrs wird erreicht durch die Zusammenführung dieser einzelnen Wissenschaftsbereiche, indem Wissenschafter aus diesen Bereichen auf der Grundlage der Kenntnis des Kohrschen Gesamtwerkes ihr Wissenschaftsgebieten eine integrierte Weiterentwicklung der Kohrschen Theorie relevant einbringen.

Leopold Kohr Akademie
im Edith Stein Haus
Mönchsbergweg 2 A
5010 Salzburg

Archiv geöffnet nach Vereinbarung: Tel. 0662 8044 DW 2590 oder 4771


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Mag. Dr. Ewald Hiebl




Die Urdistanz aller Entfernungen, die 22-km Einheit. 1/2 Std. mit der Lokalbahn, 1 Std. mit dem Rad, 4 Std. zu Fuß. Zum Anmerken: Auf dem flachen Land können wir an einem Tag ziemlich genau so weit laufen, wie unser Blick uns den Horizont darstellt. Daher ist der Horizont eine sowohl der menschlichen Fort- als auch Denk- Bewegung durchaus optimal angepaßte Größe. Wie Ivan Illich vermerkt, konnte in den früheren Zeiten ein Wanderer sogar seine Sprache an die kaum merklich von lokalem Dialekt zu lokalem Dialekt sich verändernden Nuancen anpassen, so daß er, ohne es als Bruch zu erfahren, z.B. von einem urdeutschen Sprachhorizont in das französische oder italienische Sprachgebiet hinüberdiffundieren konnte. Er lernte die anderen Sprachen sozusagen "per pedes apostulorum". Dies war natürlich mit dem Zeitalter der Nationalstaaten und ihrer fixierten Grenzen ebenso zuende. (Leopold Kohr)
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