Der Mensch ist das Maß aller Dinge, nicht die Gemeinschaft, das Volk, nicht die Partei, nicht der Staat, nicht die Nation, nicht die Erde, nicht das Universum...
Leopold Kohr Library


Zum 20. Todestag von Leopold Kohr

26. Februar 1994. An diesem Tag, vor 20 Jahren, verstarb einer der großen Denker unseres Landes. Der Philosoph, Nationalökonom, Jurist und Staatswissenschaftler kam am 5. Oktober 1909 in Oberndorf bei Salzburg zur Welt. Er studierte in Innsbruck, Wien, London und Paris. Später lehrte er an zahlreichen Universitäten und hielt Vorträge auf der ganzen Welt. 1983 wurde Leopold Kohr in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet). Es ist dem Salzburger Kulturmanager Alfred Winter zu danken, dass Leopold Kohr, sein Werk und seine internationale Bedeutung noch vor seinem Tode auch im Geburtsland Österreich wahrgenommen wurde.
Mit der Gründung der Leopold-Kohr-Akademie, eines Kohr-Archives und des Kulturvereines Tauriska bleibt sein Vermächtnis, die Lehre vom menschlichen Maß, lebendig.


Neues Buch des Kohr Biografen Gerald Lehner
Das menschliche Maß, eine Utopie?
Gespräche mit Leopold Kohr

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"Am Vorabend von 1984"
Leopold Kohrs Rede zur Verleihung des Alternativen Nobelpreises vor 30 Jahren.

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Die Leopold-Kohr-Akademie ist nach dem Nationaloekonomen und Philosophen Leopold Kohr (1909 - 1994) benannt.
Aus seiner These vom Primat des einzelnen Menschen gegenueber der Massengesellschaft leiten sich Auftrag und Programm der Akademie ab. Lehre, Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung von Kultur-, Sozial-, und Wirtschaftskonzepten in denen der MENSCH mit seinen individuellen Faehigkeiten, Fertigkeiten und seinen vielfaeltig ausgepraegten Beduerfnissen im Mittelpunkt steht.

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Die Urdistanz aller Entfernungen, die 22-km Einheit. 1/2 Std. mit der Lokalbahn, 1 Std. mit dem Rad, 4 Std. zu Fuß. Zum Anmerken: Auf dem flachen Land können wir an einem Tag ziemlich genau so weit laufen, wie unser Blick uns den Horizont darstellt. Daher ist der Horizont eine sowohl der menschlichen Fort- als auch Denk- Bewegung durchaus optimal angepaßte Größe. Wie Ivan Illich vermerkt, konnte in den früheren Zeiten ein Wanderer sogar seine Sprache an die kaum merklich von lokalem Dialekt zu lokalem Dialekt sich verändernden Nuancen anpassen, so daß er, ohne es als Bruch zu erfahren, z.B. von einem urdeutschen Sprachhorizont in das französische oder italienische Sprachgebiet hinüberdiffundieren konnte. Er lernte die anderen Sprachen sozusagen "per pedes apostulorum". Dies war natürlich mit dem Zeitalter der Nationalstaaten und ihrer fixierten Grenzen ebenso zuende. (Leopold Kohr)
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